Die Geschichte der Hypnose

The history of hypnosisDass man Menschen mit Zauberkräften verwandeln kann und sie Dinge tun lassen kann, die sie sonst nicht machen würden, gibt es schon seit Menschengedenken. Waren es erst die Götter und später die Hexen und Schamanen, die Zauberkräfte hatten, so kamen später Zauberer und Magier hinzu. Viele von ihnen bedienten sich bei ihrer Arbeit der Hypnose – sei es um sich selbst in einen hypnotischen Zustand zu versetzen oder andere in eine andere Form des Bewusstseins zu bringen.

Was wir als Hypnose bezeichnen, gibt es in dieser Form aber erst seit 1770. Franz Anton Mesmer dachte damals, dass es seine Magneten seien, die die Patienten in einen schlafähnlichen Zustand brachten. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff Mesmerisieren, der im Englischen heute immer noch als Synonym fürs Hypnotisieren gebraucht wird. Kein geringerer als Friedrich Engels warnte sogar zu Lebzeiten vor dem Gebraucht der Magnete und wies darauf hin, dass er selbst Versuche ohne diese Hilfsmittel gemacht hatte.

Mitte des 19. Jahrhunderts begann man sich langsam von dem Gebrauch der Magnete zu distanzieren. Vor allem in Frankreich forschte man intensiv an den Ursachen und Wirkungen der Hypnose. Im 20. Jahrhundert war einer der großen Hypnoseforscher Johannes Heinrich Schultz , der auch das Autogene Training erfunden hatte.

Der Amerikaner Milton H. Erickson gilt als der Erfinder der modernen Hypnosetherapie, seine Methoden sind auch heute noch die Basis für die meisten Anwendungen der Hypnose im therapeutischen Bereich. Als Basis wird versucht das Gehirn mit Dingen zu beschäftigen, die wenig Aufmerksamkeit brauchen, so dass man die eigene Kritik umgehen und ausschalten kann. Bewusstsein und damit auch Kritikfähigkeit werden dabei eingeschränkt – letzteres wird dann in Hypnose-Shows oft ausgenutzt.

Im Laufe der Zeit haben sich dann die direkte oder autoritäre und die indirekte oder permissive Methode kristallisiert. Bei der direkten Methode wird dem Probanden deutlich gesagt oder gar befohlen, was er machen soll, bei der indirekten werden ihm Vorschläge gemacht.